Rechnungslegungsgrundsätze
geprüfte Information

1 Grundlegende Informationen

Die LLB-Gruppe bietet eine breite Palette von Finanzdienstleistungen an. Der Schwerpunkt liegt in den Bereichen Vermögensverwaltung und Anlageberatung für private und institutionelle Kunden sowie im Privat- und Firmenkundengeschäft.

Die Liechtensteinische Landesbank Aktiengesellschaft, gegründet und mit Sitz in Vaduz, ist die Muttergesellschaft der LLB-Gruppe. Sie ist an der SIX Swiss Exchange kotiert.

Die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung wurde vom Verwaltungsrat in seiner Sitzung vom 19. Februar 2009 genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

Zudem muss die konsolidierte Jahresrechnung der Generalversammlung vom 8. Mai 2009 zur Genehmigung vorgelegt werden.

2 Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung der vorliegenden konsolidierten Jahresrechnung angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung

Die konsolidierte Jahresrechnung wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.

Der Konzernabschluss wurde, mit Ausnahme der Neubewertung von einigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, auf der Basis der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten erstellt.

Die IFRS enthalten Richtlinien, die von der LLB-Gruppe bei der Erstellung der konsolidierten Jahresrechnung Annahmen und Schätzungen erfordern. Goodwill und immaterielle Anlagen sind Bereiche mit höheren Beurteilungsspielräumen oder höherer Komplexität sowie Bereiche, bei denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind. Erläuterungen dazu sind unter Note 21 aufgeführt.

Anpassung von bestehenden Standards beziehungsweise Neuinterpretationen, die ab 2008 anzuwenden sind:

  • IAS 39 (angepasst), «Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung». Die Anpassung erlaubt unter gewissen Voraussetzungen die Reklassifizierung von Finanzaktiven, die bisher als «zu Handelszwecken» oder «zur Veräusserung» gehalten wurden, in eine andere Kategorie. Im Falle einer Reklassifizierung bestehen diverse Offenlegungspflichten. Diese Anpassung ist nicht anwendbar für Derivate und Aktiven, die als «erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet» klassifiziert wurden. Die LLB-Gruppe hat keine Reklassifizierung von Finanzaktiven vorgenommen (Geschäftsjahr beginnend 1. Juli 2008).
  • IFRIC 12, «Dienstleistungskonzessionen», beschreibt, wie nicht öffentliche Unternehmen Vereinbarungen betreffend Entwicklung, Finanzierung, Betrieb oder Unterhalt von Infrastrukturen im öffentlichen Bereich erfassen. Diese Änderung hat keinen Einfluss auf den Jahresabschluss (Geschäftsjahr beginnend 1. Januar 2008).
  • IFRIC 13, «Kundentreueprogramme», präzisiert die Behandlung von Kundentreueprogrammen, die mit dem Verkauf von Gütern oder Dienstleistungen verknüpft sind (z. B. Treuepunkte oder Geschenke). IFRIC 13 legt fest, dass solche Transaktionen als Verträge mit mehreren Komponenten gelten und dass der Kaufpreis im Verhältnis zu den Fair Values der einzelnen Komponenten aufzuteilen ist. Diese Änderung hat keinen Einfluss auf den Jahresabschluss (Geschäftsjahr beginnend 1. Juli 2008).
  • IFRIC 14, «Grenzen der Aktivierung von Planüberschüssen, Mindestfinanzierung und deren Zusammenwirken», regelt die Erfassung von Vermögenswerten aus Vorsorgeplänen mit Überschüssen. Zudem führt IFRIC 14 aus, wie sich gesetzliche oder vertragliche Verpflichtungen bezüglich Mindestfinanzierung von Vorsorgeplänen auf die Verpflichtung beziehungsweise auf den Vermögenswert auswirken. Diese Änderung hat keinen wesentlichen Einfluss auf den Jahresabschluss (Geschäftsjahr beginnend 1. Januar 2008).
  • IFRIC 16, «Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb», regelt die Absicherung des Fremdwährungsrisikos einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbereich die nach IAS 39 für Hedge Accounting qualifiziert. Diese Änderung hat keinen Einfluss auf den Jahresabschluss (Geschäftsjahr beginnend 1. Oktober 2008).

Auf die frühzeitige Anwendung zusätzlicher ab dem 1. Januar 2009 gültiger Standards und Interpretationen wurde verzichtet. Es sind dies:

  • IAS 1 (angepasst), «Darstellung des Abschlusses», betrifft vor allem den Ausweis von Transaktionen mit Anteilseignern im Eigenkapital und den Gesamterfolg einer Periode. Erfassung, Bewertung und Ausweis von spezifischen Transaktionen werden nicht verändert (Geschäftsjahr beginnend 1. Januar 2009).
  • IAS 23 (angepasst), «Fremdkapitalkosten», verlangt die Aktivierung von direkt zuordenbaren Fremdkapitalkosten in Zusammenhang mit dem Kauf, der Erstellung oder Produktion von qualifizierenden Vermögenswerten. Dies sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu bringen. Die Möglichkeit, Fremdkapitalkosten sofort erfolgswirksam zu erfassen, besteht nicht mehr (Geschäftsjahr beginnend 1. Januar 2009).
  • IAS 27 (angepasst), «Konzern- und separate Einzelabschlüsse», sieht vor, dass sämtliche Transaktionen mit Minderheiten innerhalb des Eigenkapitals erfasst werden, falls keine Veränderung der Kontrolle vorliegt. In Zukunft entstehen aus solchen Transaktionen weder Goodwill noch Gewinne und Verluste. Der Standard definiert neu die Umstände und die Verbuchungsweise im Falle des Verlusts der Kontrolle über ein anderes Unternehmen. Der verbleibende Anteil wird erfolgswirksam zum Fair Value erfasst. Zusätzlich wird das gesamte Nettoeinkommen dem Mehrheitsaktionär und den Minderheiten zugeordnet, auch wenn dies zu einem negativen Betrag für Minderheiten im Eigenkapital führt. Diese Änderungen können sich auf die Erfassung von künftigen Transaktionen mit Minderheiten auswirken (Geschäftsjahr beginnend 1. Juli 2009).
  • IAS 32 und IAS 1 (angepasst), «zum Fair Value kündbare Finanzinstrumente und bei der Tilgung entstehende Verbindlichkeiten». Die Anpassung verlangt, dass zum Fair Value kündbare Finanzinstrumente sowie Finanzinstrumente, welche dem Investor nur im Falle der Liquidation das Recht auf einen pro rata Anteil an den Netto-Aktiven zusprechen, als Eigenkapitalinstrumente und nicht mehr als Verbindlichkeiten ausgewiesen werden (Geschäftsjahr beginnend 1. Januar 2009).
  • IFRS 2 (angepasst) betrifft zwei Aspekte: Die Anpassung verdeutlicht einerseits, dass Ausübungsbedingungen («Vesting Conditions») ausschliesslich Dienstbedingungen («Service Conditions») oder Leistungsbedingungen («Performance Conditions») sein können. Sonstige Eigenschaften von aktienbasierten Vergütungsplänen sind keine Ausübungsbedingungen. Bei Dienstbedingungen muss der Arbeitnehmer eine bestimmte Dienstzeit leisten, während Leistungsbedingungen das Erreichen von gewissen Leistungszielen, z. B. eine bestimmte Steigerung des Unternehmensgewinnes, verlangen. Andererseits sieht die Anpassung von IFRS 2 vor, dass sämtliche Annullierungen, ob vonseiten des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers, gleich verbucht werden (Geschäftsjahr beginnend 1. Januar 2009).
  • IFRS 3 (angepasst), «Unternehmenszusammenschlüsse», bringt erhebliche Anpassungen in der Erfassung von Unternehmenszusammenschlüssen. Sämtliche erwarteten Kaufpreiszahlungen werden zum Fair Value im Zeitpunkt der Akquisition verbucht. Spätere Anpassungen des Kaufpreises werden über die Erfolgsrechnung erfasst. Goodwill kann auf dem Anteil des Mehrheitsaktionärs an den Netto-Aktiven ermittelt werden oder alternativ einschliesslich des Anteils der Minderheiten. Sämtliche Transaktionskosten werden künftig sofort als Aufwand erfasst. Diese Änderungen können einen erheblichen Einfluss auf die finanzielle Darstellung von künftigen Unternehmenszusammenschlüssen haben (Geschäftsjahr beginnend 1. Juli 2009).
  • IFRS 8, «Segmentberichterstattung», definiert die Segmentberichterstattung neu und ersetzt IAS 14. Der neue Standard ist abgestimmt mit der entsprechenden Regelung unter US GAAP (SFAS 131) und verlangt eine auf dem internen Berichtswesen basierende Segmentberichterstattung aus der Sichtweise des Managements. IFRS 8 kann einen Einfluss auf die Anzahl der berichtspflichtigen Segmente sowie auf den Inhalt der Segmentberichterstattung haben. Zudem kann eine Neuzuteilung von Goodwill auf neu definierte Segmente erforderlich werden (Geschäftsjahr beginnend 1. Januar 2009).
  • IAS 39 (angepasst), «Qualifizierende Grundgeschäfte», hat zwei wesentliche Anpassungen: Die Bestimmung von Inflation als eine absicherbare Komponente eines Darlehen mit fixen Zinssätzen wird ebenso verboten wie der Einbezug des Zeitwertes bei einem einseitig mit Optionen abgesicherten Risiko. Die Anpassung ist retrospektiv anwendbar (Geschäftsjahr beginnend 1. Juli 2009).
  • IFRS 1 (angepasst) und IAS 27r (angepasst) erläutern, dass eine Dividende aus Reserven vor dem Unternehmenserwerb nicht automatisch als Rückzahlung der Beteiligung eingestuft wird. Vielmehr wird eine solche Dividende gemäss IAS 27r als Indikator für eine Wertverminderung angesehen, wenn nicht klar hervorgeht, dass sie Teil einer Rückzahlung der Beteiligung ist (Geschäftsjahr beginnend 1. Januar 2009).
  • IFRIC 15, «Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien», adressiert die beiden Fragen, wie und zu welchem Zeitpunkt der Umsatz bei Immobilienverkäufen verbucht wird. Die Interpretation enthält Leitlinien, wann ein Immobilienverkauf nach IAS 11 «Fertigungsaufträge» und wann nach IAS 18 «Erträge» erfasst wird (Geschäftsjahr beginnend 1. Januar 2009).
  • IFRIC 17, «Ausschüttungen von Sachwerten an Anteilseigner», regelt die Bewertung von Sachdividenden. Diese sind im Zeitpunkt des rechtsgültigen Dividendenbeschlusses zum Fair Value der auszuschüttenden Netto-Aktiven zu erfassen. Der Unterschied zwischen dem ausgeschütteten Dividendenbetrag und dem Buchwert der Netto-Aktiven wird in der Erfolgsrechnung erfasst. Die Interpretation ist anwendbar für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Juli 2009. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.

Änderungen zu IFRS im Rahmen des Annual-Improvement-Projektes (mehrheitlich Geschäftsjahr beginnend 1. Januar 2009). Das International Accounting Standard Board (IASB) hat eine erhebliche Anzahl von kleineren Anpassungen im Mai 2008 publiziert. Diese Anpassungen sind in einem separaten Technical Alert enthalten, welcher deren Auswirkungen und Inkrafttreten erläutert.

Ein Projektteam der LLB analysiert gegenwärtig die Auswirkungen auf die Jahresrechnung der LLB-Gruppe.

2.2 Konsolidierungsgrundsätze

Die Darstellung der Konzernrechnung richtet sich nach der wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Der Konsolidierungszeitraum entspricht dem jeweiligen Kalenderjahr. Bei allen konsolidierten Gesellschaften ist das Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahr identisch.

Tochtergesellschaften

Die konsolidierte Rechnung umfasst die Abschlüsse der Liechtensteinischen Landesbank AG und ihrer Tochtergesellschaften. Gruppengesellschaften, an denen die Liechtensteinische Landesbank AG direkt oder indirekt die Stimmenmehrheit besitzt oder an denen sie auf andere Weise die Kontrolle ausübt, werden voll konsolidiert. Erworbene Tochtergesellschaften werden von dem Zeitpunkt an konsolidiert, an welchem die Kontrolle auf die LLB übergeht, und zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Auswirkungen konzerninterner Transaktionen und Salden werden bei der Erstellung der Konzernrechnung eliminiert. Transaktionen mit Minderheiten werden im Eigenkapital verbucht.

Assoziierte Gesellschaften

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften, bei denen die LLB-Gruppe einen signifikanten Einfluss ausüben kann, aber nicht die Kontrolle besitzt (in der Regel entspricht dies einem Stimmenanteil zwischen 20 und 50 %), werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Änderungen im Konsolidierungskreis

Am 16. April 2008 wurde die SP Trustees GmbH, Zürich, mit einem Stammkapital von Tausend CHF 20 gegründet und in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Seit 19. Juni 2008 werden die beiden Investmentunternehmen LLB Exclusive Partners I und LLB Exclusive Partners II voll konsolidiert.

Am 3. Oktober 2008 wurde die swisspartners Advisors AG, Zürich, mit einem Stammkapital von Tausend CHF 1'000 gegründet und in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

2.3 Allgemeine Grundsätze

Erfassung der Geschäfte

Käufe und Verkäufe von Handelsbeständen, derivativen Finanzinstrumenten und Finanzanlagen werden am Abschlusstag verbucht. Forderungen, einschliesslich Kundenausleihungen, werden im Zeitpunkt erfasst, in dem die Mittel an den Schuldner fliessen.

Abgrenzung der Erträge

Erträge aus Dienstleistungen werden erfasst, wenn diese erbracht wurden. Vermögensverwaltungsgebühren, Depotgebühren und ähnliche Erträge werden anteilsmässig während der Dauer der Dienstleistung erfasst. Zinsen werden nach der effektiven Zinsmethode erfasst. Dividenden werden bei Zahlungseingang erfasst.

Inland versus Ausland

Unter «Inland» wird die Schweiz miteinbezogen.

2.4 Fremdwährungsumrechnung

Funktionale Währung und Berichtswährung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis derjenigen Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfeldes, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung).

Der Konzernabschluss ist in Schweizer Franken ausgewiesen. Der Schweizer Franken stellt die funktionale Währung und die Berichtswährung des Unternehmens dar.

Gruppengesellschaften

Gruppengesellschaften, die in einer von der Konzernwährung abweichenden funktionalen Währung bilanzieren, werden wie folgt umgerechnet: Aktiven und Verbindlichkeiten werden zu den Bilanzstichtagskursen umgerechnet, die Positionen der Erfolgsrechnung und der Mittelflussrechnung zum Durchschnittskurs der Periode. Alle sich daraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als separate Posten im Eigenkapital erfasst.

Transaktionen und Salden

Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Aktiven und Passiven in Fremdwährungen zu den Stichtagskursen umgerechnet. Die aus der Bewertung resultierenden Kurserfolge werden erfolgswirksam verbucht. Für die Währungsumrechnung wurden folgende Kurse verwendet:

 Download Excel

Stichtagskurs

31.12.2008

31.12.2007

 

Durchschnittskurs

2008

2007

1 USD

1.0575

1.1300

 

1 USD

1.0794

1.1975

1 EUR

1.4990

1.6590

 

1 EUR

1.5863

1.6433

1 GBP

1.5350

2.2575

 

1 GBP

1.9945

2.3959

2.5 Segmente

Die LLB-Gruppe ist in die drei operativen Geschäftsfelder Kunden Inland, Kunden International sowie Institutionelle Kunden und in das Corporate Center unterteilt. Diese Struktur bildet die Basis für die primäre Segmentberichterstattung. Die geografische Segmentberichterstattung erfolgt nach dem Betriebsstättenprinzip in den Segmenten Liechtenstein und andere Länder.

2.6 Zahlungsmittelbestand

Der Zahlungsmittelbestand umfasst die flüssigen Mittel, Forderungen aus Geldmarktpapieren mit einer Ursprungslaufzeit von weniger als drei Monaten sowie Forderungen gegenüber Banken (täglich fällig).

2.7 Flüssige Mittel

Flüssige Mittel enthalten Bargeld, Postscheckguthaben und Giro- beziehungsweise Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank und ausländischen Notenbanken sowie Clearing-Guthaben bei anerkannten Girozentralen und Clearing-Banken.

2.8 Forderungen aus Geldmarktpapieren

Forderungen aus Geldmarktpapieren werden bei erstmaliger Erfassung zu effektiven Kosten bewertet, was dem Fair Value bei Gewährung entspricht. Die Folgebewertung erfolgt zu amortisierten Kosten, wobei die Effektivzinsmethode angewendet wird.

Zinsen auf Forderungen aus Geldmarktpapieren werden periodengerecht abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode unter dem Zinsertrag ausgewiesen.

2.9 Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen

Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen werden bei erstmaliger Erfassung zu effektiven Kosten bewertet, was dem Fair Value bei Gewährung entspricht. Die Folgebewertung erfolgt zu amortisierten Kosten, wobei die Effektivzinsmethode angewendet wird.

Zinsen auf Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen werden periodengerecht abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode unter dem Zinsertrag ausgewiesen.

Wertberichtigungen und Rückstellungen für Kreditrisiken

Grundsätzlich gewährt die LLB-Gruppe Ausleihungen nur auf gedeckter Basis beziehungsweise nur an Gegenparteien mit sehr hoher Bonität.

Eine Ausleihung wird als wertbeeinträchtigt erachtet, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass nicht der gesamte gemäss Vertrag geschuldete Betrag einbringbar ist. Ursachen für eine Wertminderung sind gegenparteien- oder länderspezifischer Natur. Hinweise für eine Wertminderung sind:

  • Finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners;
  • Vertragsbruch wie beispielsweise ein Ausfall oder Verzug von Zinsen- oder Tilgungszahlungen;
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditnehmer in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht;
  • Volkswirtschaftliche oder regionale wirtschaftliche Bedingungen, die mit Ausfällen bei den Vermögenswerten der Gruppe korrelieren.

Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Eine Wertberichtigung für Kreditrisiken wird als Herabsetzung des Buchwertes einer Forderung in der Bilanz erfasst. Für Ausserbilanzpositionen, wie eine feste Zusage, wird dagegen eine Rückstellung für Kreditrisiken ausgewiesen. Die Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst.

2.10 Forderungen und Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen

Die swisspartners Investment Network AG, Zürich, ist mit Versicherungsprodukten in der Vermögensverwaltung tätig. Bei diesen Versicherungsprodukten handelt es sich hauptsächlich um aufgeschobene Rentenversicherungen und fondsgebundene gemischte Versicherungen gegen Einmaleinlagen. Die Versicherungsprodukte der swisspartners Investment Network AG enthalten keine ermessensabhängige Überschussbeteiligung.

Die Forderungen und Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen werden zum Fair Value bewertet. Die Forderungen werden auf der Aktivseite den entsprechenden Bilanzpositionen zugeordnet. Auf der Passivseite werden die Verpflichtungen in der Position Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen und Finanzielle Verpflichtungen ausgewiesen. Veränderungen der Fair Values und der Prämieneinnahmen sowie der versicherungsmathematischen Rückstellungen werden im Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft in der Position Erfolg Versicherungsgeschäft ausgewiesen.

Die Finanziellen Verpflichtungen werden zum Fair Value bewertet, da die korrespondierenden Aktiven ebenfalls zum Fair Value bewertet sind und somit ein «Accounting Mismatch» verhindert wird.

2.11 Handelsbestände

Die Handelsbestände setzen sich aus Aktien, Anleihen und strukturierten Produkten zusammen. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden zum Fair Value bewertet. Short-Positionen in Wertschriften werden als Verpflichtungen aus Handelsbeständen zum Fair Value ausgewiesen. Realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste sowie Zinsen und Dividenden werden im Erfolg Handelsgeschäft erfasst.

Die Fair Values notierter Anteile bemessen sich nach dem aktuellen Angebotspreis. Wenn für finanzielle Vermögenswerte kein aktiver Markt besteht oder es sich um nicht notierte Vermögenswerte handelt, werden die Fair Values mittels geeigneter Bewertungsmethoden (siehe 2.13 «Finanzanlagen») ermittelt.

2.12 Derivative Finanzinstrumente

Alle derivativen Finanzinstrumente werden als positive und negative Wiederbeschaffungswerte, was dem Fair Value entspricht, bewertet und in der Bilanz ausgewiesen. Der Fair Value wird aufgrund von Börsennotierungen ermittelt; falls keine solchen vorhanden sind, werden Bewertungsmodelle herangezogen. Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden im Erfolg Handelsgeschäft erfasst.

Absicherungsgeschäfte

Die LLB-Gruppe kann Hedge Accounting anwenden, wenn die Voraussetzungen gemäss IAS 39 für die Zulassung der Verbuchung als Absicherungsgeschäft erfüllt sind. Beim Abschluss eines Absicherungsgeschäftes wird bestimmt, ob es sich um die Absicherung des Fair Values einer Bilanzposition (Fair Value Hedge) oder um die Absicherung eines künftigen Geldflusses einer Bilanzposition beziehungsweise einer zukünftigen Transaktion (Cashflow Hedge) handelt.

Bei einem Fair Value Hedge wird die Veränderung des Fair Value des Absicherungsgeschäftes in der Erfolgsrechnung erfasst. Die Veränderung des Fair Value des abgesicherten Grundgeschäftes, die dem abgesicherten Risiko zugerechnet werden kann, berichtigt den Buchwert des abgesicherten Grundgeschäftes und wird ebenfalls in die Erfolgsrechnung aufgenommen.

Bei einem Cashflow Hedge wird die Veränderung des Fair Value des effektiven Teils des Absicherungsgeschäftes in einer separaten Position im Eigenkapital erfasst. Der im Eigenkapital ausgewiesene Gewinn oder Verlust aus dem Absicherungsgeschäft wird in jenen Perioden erfolgswirksam verbucht, in denen auch die abgesicherten Zahlungsströme des Grundgeschäftes erfolgswirksam erfasst werden.

Bestimmte Derivatgeschäfte stellen zwar wirtschaftlich gesehen Absicherungsgeschäfte dar und stehen im Einklang mit den Risikomanagement-Grundsätzen der LLB-Gruppe. Aufgrund der strengen und spezifischen IFRS-Richtlinien erfüllen sie aber nicht die Kriterien, buchhalterisch als Absicherungsgeschäfte behandelt zu werden. Wertveränderungen werden in der entsprechenden Periode im Erfolg Handelsgeschäft erfasst.

2.13 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen können gemäss IFRS in verschiedene Kategorien unterteilt werden. Die Klassifizierung hängt vom jeweiligen Zweck ab, für den die Finanzanlagen erworben wurden. Das Management der LLB-Gruppe bestimmt die Klassifizierung der Finanzanlagen beim erstmaligen Ansatz. Im Geschäftsjahr 2008 wie auch im Geschäftsjahr 2007 wurden alle Finanzanlagen der Kategorie «Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet (at fair value through profit and loss)» zugeordnet.

Diese Designation ist in Übereinstimmung mit der Investitionsstrategie. Die Titel werden auf einer Fair-Value-Basis bewirtschaftet und deren Performance entsprechend evaluiert. Die Mitglieder der Gruppenleitung erhalten die entsprechenden Informationen.

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet

Die finanziellen Vermögenswerte werden zum Fair Value bilanziert. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste abzüglich der zugehörigen Transaktionskosten werden im Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet, verbucht. Der Fair Value notierter Anteile bemisst sich nach dem aktuellen Angebotspreis. Wenn für finanzielle Vermögenswerte kein aktiver Markt besteht oder es sich um nicht notierte Vermögenswerte handelt, wird der Fair Value mittels geeigneter Bewertungsmethoden ermittelt. Diese umfassen: Bezugnahmen auf kürzlich stattgefundene Transaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern; die Verwendung aktueller Marktpreise anderer Vermögenswerte, die im Wesentlichen dem betrachteten Vermögenswert ähnlich sind; das Discounted-Cashflow-Verfahren; externe Preismodelle, welche die speziellen Umstände des Emittenten berücksichtigen.

Zinsen- und Dividendenerträge der Finanzanlagen werden im Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet, erfasst. Zinsen werden periodengerecht abgegrenzt.

2.14 Liegenschaften, als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften und übrige Sachanlagen

Liegenschaften werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die betriebswirtschaftlich erforderlichen Abschreibungen, bilanziert. Bankgebäude sind Liegenschaften, welche von der LLB-Gruppe zur Erbringung von Dienstleistungen oder zu administrativen Zwecken gehalten und genutzt werden, während als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften der Erwirtschaftung von Mieterträgen und/oder der Wertsteigerung dienen. Wenn eine Liegenschaft teilweise als Finanzinvestition dient, gilt für die Klassierung das Kriterium, ob die beiden Teile einzeln verkauft werden können. Ist ein Teilverkauf möglich, wird jeder Teilbereich entsprechend verbucht. Können die Teile nicht einzeln verkauft werden, wird die ganze Liegenschaft als Bankgebäude klassiert, es sei denn, der als Bankgebäude genutzte Teil ist unbedeutend.

Die übrigen Sachanlagen beinhalten Einrichtungen, Mobiliar, Maschinen und Informatikanlagen. Diese werden aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Abschreibungen erfolgen linear über die geschätzte Nutzungsdauer:

 Download Excel

Liegenschaften

33 Jahre

Unbebautes Land

keine Abschreibung

Baunebenkosten

10 Jahre

Einrichtungen, Mobiliar, Maschinen

5 Jahre

Informatikanlagen

3 Jahre

Geringfügige Anschaffungen werden direkt dem Sachaufwand belastet. Unterhalts- und Renovationsaufwand wird in der Regel unter dem Sachaufwand verbucht. Wenn der Aufwand substanziell ist und zu einer wesentlichen Wertsteigerung beiträgt, erfolgt eine Aktivierung. Diese wird über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Gewinne aus der Veräusserung von Sachanlagen werden als übriger Erfolg ausgewiesen. Verluste aus dem Verkauf führen zu zusätzlichen Abschreibungen auf dem Anlagevermögen.

Die Werthaltigkeit von Liegenschaften und übrigen Sachanlagen wird regelmässig, jedoch immer dann überprüft, wenn aufgrund von Ereignissen oder veränderten Umständen eine Überbewertung der Buchwerte möglich zu sein scheint. Ergibt sich bei der Überprüfung der Werthaltigkeit eine veränderte Nutzungsdauer oder eine Wertminderung, wird der Restbuchwert planmässig über die neu festgelegte Nutzungsdauer abgeschrieben oder eine ausserplanmässige Abschreibung getätigt.

2.15 Goodwill und andere immaterielle Anlagen

Der Goodwill entspricht der Differenz zwischen dem bezahlten Kaufpreis und dem per Akquisitionsdatum bestimmten Fair Value des identifizierbaren Nettovermögens einer von der LLB-Gruppe erworbenen Unternehmung. Übrige immaterielle Vermögenswerte enthalten separat identifizierbare immaterielle Werte, die aus Akquisitionen sowie gewissen gekauften Kundenwerten und Ähnlichem resultieren und über eine geschätzte Nutzungsdauer von zehn bis fünfzehn Jahren linear amortisiert werden. Goodwill und übrige immaterielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten im Zeitpunkt der Akquisition aktiviert. An jedem Bilanzstichtag oder wenn Anzeichen bestehen, wird überprüft, ob es Anhaltspunkte für eine Wertbeeinträchtigung oder Änderung im geschätzten zukünftigen Nutzen gibt. Bestehen solche Anhaltspunkte, wird ermittelt, ob der Buchwert des Goodwills oder der übrigen immateriellen Vermögenswerte vollständig einbringbar ist. Übersteigt der Buchwert den realisierbaren Wert, wird eine Amortisation vorgenommen. Der Goodwill wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf Cash Generating Units verteilt. Die Cash Generating Units entsprechen dem primären Berichtssegment. Entwicklungskosten für Software werden aktiviert, wenn sie bestimmte Kriterien bezüglich Identifizierbarkeit erfüllen, wenn dem Unternehmen daraus wahrscheinlich zukünftige wirtschaftliche Erträge zufliessen werden und wenn die Kosten zuverlässig bestimmt werden können. Intern entwickelte Software, die diese Kriterien erfüllt, sowie gekaufte Software werden aktiviert und über drei bis zehn Jahre amortisiert.

2.16 Steuern und latente Steuern

Die laufenden Gewinnsteuern werden auf der Basis der anwendbaren Steuergesetze der einzelnen Länder berechnet und als Aufwand jener Rechnungsperiode erfasst, in welcher die entsprechenden Gewinne anfallen. In der Bilanz werden sie als Steuerverpflichtungen ausgewiesen. Die Steuereffekte aus zeitlichen Unterschieden zwischen den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Werten von Aktiven und Verpflichtungen und deren Steuerwerten werden als latente Steuerforderungen respektive latente Steuerverpflichtungen bilanziert. Latente Steuerforderungen aus zeitlichen Unterschieden oder aus steuerlich verrechenbaren Verlustvorträgen werden dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass genügend steuerbare Gewinne verfügbar sein werden, gegen welche diese Unterschiede respektive Verlustvorträge verrechnet werden können. Latente Steuerforderungen und Steuerverpflichtungen werden gemäss den Steuersätzen berechnet, die voraussichtlich in der Rechnungsperiode gelten, in der diese Steuerforderungen realisiert oder diese Steuerverpflichtungen beglichen werden.

Latente Steuern werden direkt dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet, wenn sich die Steuern auf Posten beziehen, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet worden sind.

2.17 Verpflichtungen gegenüber Banken und Kunden

Die Verpflichtungen werden mit dem Nominal- beziehungsweise Rückzahlungsbetrag erfasst. Zinsen und Diskont werden zeitlich abgegrenzt dem Zinsaufwand belastet.

2.18 Ausgegebene Schuldtitel

Die Kassenobligationen werden zum Ausgabewert erfasst und mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Bei Anleihen, die eine eingebettete Option zur Wandlung der Schuld in Aktien der Gruppe enthalten, werden eine Fremd- und eine Eigenkapitalkomponente ermittelt. Die Differenz zwischen dem Erlös aus der Ausgabe und dem Fair Value der Anleihe zum Zeitpunkt der Emission wird direkt im Eigenkapital verbucht. Der Fair Value des Fremdkapitalanteils zum Zeitpunkt der Emission wird auf Basis des Marktzinssatzes für vergleichbare Instrumente ohne Wandelrechte ermittelt. Danach wird er unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Differenzen zwischen dem Erlös und dem Rückzahlungsbetrag werden erfolgswirksam über die Laufzeit der betreffenden Anleihe ausgewiesen. Die Gruppe verbucht keine Wertveränderungen der Eigenkapitalkomponente in nachfolgenden Berichtsperioden.

2.19 Leistungen an Arbeitnehmer

Personalvorsorge

Die LLB-Gruppe unterhält für die Mitarbeitenden in Liechtenstein und im Ausland eine Anzahl von Vorsorgeeinrichtungen, welche nach IFRS als leistungsorientiert gelten. Daneben bestehen Pläne für Dienstjubiläen, die sich als andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer qualifizieren.

Bei leistungsorientierten Vorsorgeplänen werden die Periodenkosten durch Gutachten externer Experten bestimmt. Die Vorsorgeleistungen dieser Pläne basieren in der Regel auf den Versicherungsjahren, dem Alter, dem versicherten Gehalt und teilweise auf dem angesparten Kapital.

In Anwendung der Wahlmöglichkeit für die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (IAS 19p93a) werden diese direkt über das Eigenkapital erfasst.

Für leistungsorientierte Vorsorgepläne mit ausgeschiedenem Vermögen wird somit die Unter- oder Überdeckung des Barwertes der Ansprüche im Vergleich zum Vermögen, welches zu Marktwerten berechnet wird, zuzüglich oder abzüglich von später zu verrechnenden Beträgen aus Planänderungen, in der Bilanz als Verbindlichkeit oder Aktivposten ausgewiesen («Projected Unit Credit Method»). Ein Aktivposten wird nach den Vorgaben von IFRIC 14 berechnet.

Bei den Plänen ohne ausgesondertes Vermögen entspricht die in der Bilanz erfasste Verbindlichkeit dem Barwert der Ansprüche, zuzüglich oder abzüglich von später zu verrechnenden Beträgen aus Planänderungen.

Der Barwert der Ansprüche wird unter Anwendung der «Projected Unit Credit Method» berechnet. Bei der Berechnung werden die bis zum Bewertungsstichtag zurückgelegten Versicherungsjahre berücksichtigt.

Rückwirkende Leistungsverbesserungen durch Planänderungen werden linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit als Aufwand verbucht. Soweit Anwartschaften sofort unverfallbar sind, wird der entsprechende Aufwand unmittelbar erfasst.

Erfolgsbeteiligung und Bonuspläne sowie aktienorientierte Vergütungen

Für Bonuszahlungen und Erfolgsbeteiligungen bestehen Reglemente. Die Bewertungsverfahren bei den Bonusreglementen basieren auf der individuellen Zielerreichung, bei den Reglementen der Erfolgsbeteiligungen auf dem Gewinn. Das Kader kann einen Teil der Erfolgsbeteiligung in Form von LLB-Inhaberaktien beziehen. Ausübungsbedingungen sind damit jedoch keine verbunden.

Die LLB-Gruppe passiviert in jenen Fällen eine Verpflichtung, in denen eine vertragliche Verpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine faktische Verpflichtung ergibt. Der Aufwand wird im Personalaufwand erfasst. Die in bar zu begleichende Verpflichtung wird unter übrige Verpflichtungen passiviert. Der mit LLB-Inhaberaktien beglichene Anteil wird im Eigenkapital erfasst. Der Preis pro Aktie für die aktienbasierte Vergütung berechnet sich aus dem Durchschnittspreis des letzten Quartals des Geschäftsjahres. Für die Erfolgsbeteiligung und die Bonuspläne wurden im 2008 insgesamt Tausend CHF 14'741 (2007: Tausend CHF 33'559) im Personalaufwand belastet. Davon wurden im Geschäftsjahr 2008 27'730 Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von CHF 59.50 gewährt (Vorjahr: 31'190 Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von CHF 105.80).

2.20 Rückstellungen

Rückstellungen werden nur dann bilanziert, wenn die LLB-Gruppe eine Verpflichtung gegenüber Dritten hat, welche auf ein Ereignis in der Vergangenheit zurückzuführen ist, die Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann und ein Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist.

2.21 Eigene Aktien

Von der LLB-Gruppe gehaltene Aktien der Liechtensteinischen Landesbank AG sind zu Anschaffungskosten bewertet und als Reduktion des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Differenz zwischen dem Verkaufserlös der eigenen Aktien und den entsprechenden Anschaffungskosten wird unter den Kapitalreserven ausgewiesen.

2.22 Securities-Lending- und -Borrowing-Geschäfte

Securities-Lending- und -Borrowing-Transaktionen werden grundsätzlich nur auf gedeckter Basis eingegangen, wobei überwiegend Wertschriften als Sicherheit erhalten oder gegeben werden.

Ausgeliehene eigene Wertschriften bleiben im Handelsbestand oder in den Finanzanlagen, solange die Risiken und Chancen aus Eigentum über die Wertschriften nicht verloren gehen. Geborgte Wertschriften werden nicht bilanzwirksam erfasst, solange die Risiken und Chancen aus Eigentum über die Wertschriften beim Verleiher bleiben.

Erhaltene oder bezahlte Gebühren werden nach der Abgrenzungsmethode im Kommissionserfolg verbucht.

2.23 Ausserbilanzgeschäfte

Ausserbilanzgeschäfte werden zum Nominalwert ausgewiesen. Erkennbaren Risiken aus Eventualverpflichtungen und anderen Ausserbilanzgeschäften wird mit der Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen.

3 Änderungen zum Vorjahr

Intern entwickelte Software sowie gekaufte Software werden aktiviert und neu über drei bis zehn Jahre amortisiert (bisher drei Jahre).

4 Wesentliche Änderungen seit dem Bilanzstichtag

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, welche zusätzliche Angaben oder eine Korrektur der Konzernrechnung für das Jahr 2008 erfordern würden.