Eigenmittelerfordernisse gemäss Basel II
geprüfte Information

Die neue Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht wurde in Liechtenstein auf Basis der Richtlinien 2006/48/EG und 2006/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates in nationales Recht umgesetzt. Die zur Verfügung stehenden nationalen Wahlrechte sowie weitere Informationen zu Basel II sind auf der Webseite der liechtensteinischen Finanzmarktaufsicht, www.fma-li.li, ersichtlich.

Die LLB-Gruppe wendet die neuen Eigenmittelvorschriften seit dem 1. Januar 2008 an. Mit Basel II soll die bislang relativ pauschale Eigenmittelunterlegung wesentlich stärker am tatsächlich von der Bank übernommenen Risiko ausgerichtet werden. Die neue Regelung sieht bei der Bestimmung der Eigenmittelerfordernisse eine Reihe von einfachen und fortgeschrittenen Ansätzen zur Messung des Kreditrisikos sowie des operationellen Risikos vor.

Kreditrisiko

Eine wesentliche Änderung beinhaltet die Verbesserung zur Berechnung des Kreditrisikos. Bei der LLB-Gruppe wird generell der Standardansatz angewendet. Je nach Risikogehalt gibt es in diesen Forderungsklassen fix zugeteilte Risikogewichte, wobei die Möglichkeit zur Berücksichtigung externer Ratings besteht. Um die Bemessungsgrundlage für die Eigenmittelunterlegung zu reduzieren, können bestimmte Sicherheiten angerechnet werden.

Operationelles Risiko

Neu ist der Einschluss der operationellen Risiken. Unter operationellem Risiko versteht man die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitenden und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Zur Bewertung operationeller Risiken wendet die LLB-Gruppe den Basisindikatorenansatz an. Bei diesem beträgt das Unterlegungserfordernis 15 Prozent der Bruttoerträge (Dreijahresdurchschnitt).

Marktrisiko

Die Ansätze zur Berechnung des zu unterlegenden Kapitals für Marktrisiken, um welche Basel I im Jahr 1996 erweitert worden war, sind ebenfalls in die neue Rahmenvereinbarung übernommen worden. Die LLB-Gruppe wendet den De-Minimis-Ansatz an.

Grundlage für die Eigenmittelberechnung

Die Bestimmung des Eigenmittelerfordernisses und des Tier Kapitals erfolgt auf Basis des IFRS-Konzernabschlusses, wobei unrealisierte Gewinne vom Kernkapital in Abzug gebracht werden.

Kapitalquote

Insgesamt ist es bei der LLB-Gruppe zu einer Verringerung der Eigenmittelerfordernisse gekommen. Per 31. Dezember 2008 ergibt sich eine Tier 1 Ratio von 13.5 Prozent; per Ende Dezember 2007 betrug diese 9.7 Prozent.